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Defizitäre Bindung als begünstigender Faktor für Sexualdelinquenz bei männlichen Minderjährigen
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Defizitäre Bindung als begünstigender Faktor für Sexualdelinquenz bei männlichen Minderjährigen

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Vandenhoeck & Ruprecht
Die Studie untersucht sexuell übergriffige Jugendliche im Vergleich zu normal entwickelten... mehr
Defizitäre Bindung als begünstigender Faktor für Sexualdelinquenz bei männlichen Minderjährigen
Die Studie untersucht sexuell übergriffige Jugendliche im Vergleich zu normal entwickelten Jugendlichen. Mit dem Fokus auf die Eltern-Kind-Bindung wurden die in einem für die Studie eigens konstruierten Fragebogen gemachten Angaben einer Tätergruppe (n = 70) mit denen einer Kontrollgruppe (n = 69) mittels statistischer Methoden verglichen. Es zeigte sich deutlich, dass die minderjährigen Täter unter defizitäreren Bindungen als andere Jugendliche aufgewachsen sind. Sie stammen relativ oft aus problematischeren Familienverhältnissen, in denen sie vergleichsweise wenig soziale Unterstützung erfahren haben. Weitere theoretisch begründete Einflussgrößen auf das sexuell übergriffige Verhalten wie z. B. mangelnde Zuwendung, fehlender Schutz und ungenügende Aufmerksamkeit wurden über gezielte Fragen erhoben und sowohl einzeln als auch über Faktorenanalysen gebündelt zwischen Täter und Kontrollgruppe verglichen. Dabei zeigten sich in der Bindung zur Hauptbezugsperson und viel mehr noch zur zweiten Bezugsperson in zahlreichen Items und Faktoren signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen, die im Rahmen dieses Artikels besprochen werden.