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Der Einfluss von Alexithymie auf Behandlungsverlauf und -ergebnis von Psychotherapie: Eine programmatische Überprüfung
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Der Einfluss von Alexithymie auf Behandlungsverlauf und -ergebnis von Psychotherapie: Eine programmatische Überprüfung

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Vandenhoeck & Ruprecht
Die meisten psychotherapeutischen Verfahren gehen davon aus, dass Individuen zumindest zu einem... mehr
Der Einfluss von Alexithymie auf Behandlungsverlauf und -ergebnis von Psychotherapie: Eine programmatische Überprüfung
Die meisten psychotherapeutischen Verfahren gehen davon aus, dass Individuen zumindest zu einem gewissen Grad Zugang zu ihren Emotionen haben. Patienten, die nicht in der Lage sind, ihre Emotionen zu erkennen, zu differenzieren oder in Worte zu fassen, stellen für Therapeuten daher eine große Herausforderung dar. Diese Patienten leiden möglicherweise unter Alexithymie. Trotz der großen Aufmerksamkeit, die der Alexithymie in der klinischen Literatur zuteil wird, gibt es nur sehr wenige Forschungsarbeiten zu Alexithymie im Behandlungssetting. Viele der Annahmen bezüglich der Behandlung von alexithymen Patienten sind daher bislang nicht überprüft worden. Dieser Artikel fasst die Erkenntnisse einer Reihe von Studien zusammen, die den Effekt von Alexithymie auf unterschiedliche Aspekte psychotherapeutischer Methoden untersuchten. Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Alexithymie wenig Einfluss auf die bevorzugte Behandlungsmethode eines Patienten hat, es zeichnete sich lediglich eine gewisse Tendenz bei alexithymen Patienten ab, eine Gruppentherapie zu bevorzugen. Alexithymie war jedoch mit schlechteren Ergebnissen sowohl in traditionellen psychodynamischen als auch in supportiven Therapien assoziiert. Dieser negative Effekt trat in Einzel- und Gruppenpsychotherapien auf. Bei Gruppentherapien rief ein höheres Alexithymie-Niveau bei dem jeweiligen Therapeuten eine negative Reaktion hervor, was teilweise zu schlechteren Ergebnissen bei diesen Patienten beitrug. Die negative Reaktion, die Therapeuten gegenüber Patienten mit hohen Alexithymie-Niveaus hatten, schien eine Reaktion darauf zu sein, dass diese Patienten nur sehr wenige oder keinerlei positive Emotionen ausdrückten. Die klinischen Auswirkungen sowie Ideen für zukünftige Studien werden in diesem Artikel berücksichtigt.