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The Assyrian Sacred Tree

The Assyrian Sacred Tree

A History of Interpretations

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Ausgabeformat:

Sprache: Englisch
314 Seiten, mit 107 Abb. auf Kunstdruckpapier, gebunden
ISBN: 978-3-525-53028-3
Vandenhoeck & Ruprecht, 1. Auflage 2007
Der assyrische Baum ist bekannt von den Reliefs im Krönungssaal von Assursnasirpal II von Nimrod,... mehr
The Assyrian Sacred Tree
Der assyrische Baum ist bekannt von den Reliefs im Krönungssaal von Assursnasirpal II von Nimrod, erscheint aber auch in anderen Zusammenhängen und Orten.Bis heute ist kein zeitgenössischer Text gefunden worden, der diesen Baum erwähnt und deshalb ist sich die Wissenschaft bis heute über die Ikonographie des assyrischen Baumes uneinig. Es wurden jedoch große Anstrengungen unternommen, das Symbol zu entziffern, seitdem A.H. Layard in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Reliefs von Nimrod entdeckt hat.Die Wissenschaft tendiert zu drei prinzipiellen Interpretationen des Heiligen Baumes: Er repräsentiert den »Lebensbaum« der Genesis, eine stilisierte Dattelpalme oder ein konstruiertes Kultobjekt. Die »Lebensbaum«-Theorie wird jedoch nicht von vielen Wissenschaftlern vertreten, auch wenn diese Theorie momentan einen kleinen Aufschwung erlebt.Die Interpretation des assyrischen Baumes als stilisierte Dattelpalme beherrscht seit 1890 die Diskussion, seit E.B. Tylor die These vertrat, dass geflügelte Wesen auf allen Seiten des Baumes selbigen befruchten. Gegen diese These gab es von Anfang an zahlreiche Einwände, jedoch hatte sie trotzdem großen Erfolg.Die dritte der am meisten verbreiteten Interpretationen, die Theorie des konstruierten Kultobjektes fiel Mitte des letzten Jahrhunderts der aktuellen Dattelpalmentheorie zum Opfer. Die Details dieser Auseinandersetzung sind bei den heutigen Vertretern dieser Theorie vergessen. Für Mariana Giovino ist es jedoch die vielversprechendste der drei Theorien. Sie gründet ihre Argumentation auf Interpretationen anderer Kultobjekte unter Berücksichtigung archäologischen Materials.Dieses Buch ist eine kritische Darstellung der komplexen Geschichte der ikonographischen Debatte von 1849 bis zur Gegenwart, die sowohl die enorme Forschungsliteratur untersucht als auch in die aktuelle Diskussion einsteigen will. Es wird für jeden wertvoll sein, der dieses rätselhafte Motiv studieren will. Es wird auch für Historiker interessant sein, die sich mit der assyrischen Kunst und religiösen Kulten beschäftigen.Als Analyse darüber, wie eine wissenschaftliche Diskussion einem unplausiblen Konsens zum Opfer fallen kann, kann es für Studierende im wachsenden Feld der Historiographie ein warnendes Beispiel sein.
Weitere Details:
Maße (BxHxT): 16,5 x 23,6 x 2,2cm, Gewicht: 0,679 kg
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Autoreninfos
    • Mariana Giovino
    • Dr. phil. Mariana Giovino ist research fellow am Historischen Seminar des University College London.
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