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Burgen und Burgenforschung im Nationalsozialismus

Wissenschaft und Weltanschauung 1933–1945

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Ausgabeformat:

Sprache: Deutsch
493 Seiten, 41 s/w-Abb. und 8 farb. Abb. auf Taf., gebunden
ISBN: 978-3-412-22240-6
Böhlau Verlag Köln, 1. Auflage
Burgen waren für die Nationalsozialisten Symbole ›wehrhaften Germanentums‹ und ›deutschen... mehr
Burgen und Burgenforschung im Nationalsozialismus

Burgen waren für die Nationalsozialisten Symbole ›wehrhaften Germanentums‹ und ›deutschen Eroberungswillens‹. NS-Politiker richteten Erziehungsstätten in den mittelalterlichen Wehrbauten ein, nutzten sie als Tagungsorte und priesen sie als Touristenzentren der deutschen ›Volksgemeinschaft‹. Diese ideologische Vereinnahmung ist nicht denkbar ohne die Mithilfe derer, die am besten über diese Mittelalterbauten Bescheid wussten, die Burgenforscher und Burgenexperten. Willentlich stellten sie ihre Dienste dem NS-Regime zur Verfügung und profitierten von den vielfältigen Förderungen durch NS-Politiker. Doch die verstärkte Unterstützung von Burgenforschung und Burgendenkmalpflege im Nationalsozialismus führte, anders als bei den Boom-Fächern Prähistorie oder Volkskunde, zu keiner disziplinären Verfestigung. Weder vor 1933 noch nach 1945 war die Burgenforschung ein institutionalisiertes Fach. Das Buch zeigt die Mechanismen auf, die zu dieser Entwicklung führten.

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Autoreninfos
    • Fabian Link
    • Fabian Link ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte des Historischen Seminars der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.
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