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BOOK

Sprache: Deutsch
195 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-412-20939-1
Böhlau Verlag Köln, 1. Auflage 2012
Die vorliegende Monografie aus dem Nachlass Manfred Riedels ist Friedrich Nietzsches Lehre von... mehr
Vorspiele zur ewigen Wiederkunft

Die vorliegende Monografie aus dem Nachlass Manfred Riedels ist Friedrich Nietzsches Lehre von der ewigen Wiederkunft des Gleichen gewidmet. Sie rührt an das Zentrum von Nietzsches Denken, an die Kraftfelder zwischen Antike und Moderne, in denen sein Denken wie kein zweites gegründet ist. Riedel versteht die Lehre von der ewigen Wiederkunft als Nietzsches Lehre von der Zeit. Sie ist zugleich, in Abkehr von den Konzepten der Aufklärung, die ein Ziel der Geschichte postulieren, der Schlüssel zu einer neuen, zweiten Aufklärung nach dem Scheitern der großen Geschichtsutopien. Die Auslegung antwortet auf die Versuchungen und Verfluchungen der Geschichte im Sinne Nietzsches mit dem Weg ins Überhistorische, das sich in der werdenden und vergehenden Zeit einstellt. Die ewige Wiederkunft verweist nicht auf Grundwahrheiten, sondern auf eine Grundwahrscheinlichkeit der Zeitlichkeit selbst, die grundsätzlich allmenschlich ist und sich jedem nachdenkenden Leben öffnen kann. Riedels Interpretation kulminiert in der Deutung des Torweg-Gleichnisses Nietzsches, dem bereits Martin Heidegger eine Interpretation gewidmet hatte. Jene von Riedel, die auf die Wegbahn des ganzen Werkes hin durchsichtig ist, steht ihr gleichrangig zur Seite.

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Autoreninfos
    • Manfred Riedel
    • Manfred Riedel, geb. 1936. Schüler von Ernst Bloch und Hans Mayer in Leipzig, von Hans-Georg Gadamer, Arthur Henkel, Karl Löwith, Werner Conze in Heidelberg. Lehrtätigkeit in Saarbrücken, Marburg, Erlangen-Nürnberg, Jena, Halle-Wittenberg. Gastprofessur in New York, Rom, Turin, Venedig, Atlanta. Wichtigste Veröffentlichungen: Theorie und Praxis im Denken Hegels (1965, 1978²)
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    • Harald Seubert (Hg.)
    • Studium der Philosophie, Geschichte, Sozialwissenschaften, Literaturwiss. Ev. Theologie an den Universitäten Erlangen, München, Tübingen, Frankfurt/Main, Würzburg. 1992 Staats- und Magisterexamina, 1992-94: Verwalter einer Wiss. Assistentenstelle an der FAU Erlangen Nürnberg, Lehrbeauftragter für neuere dt. Litwiss. und Religionsphilosophie. 1994-96: Tätigkeit an der Stiftung Wissenschaft und Politik Ebenhausen/Isartal und in mehreren Münchner Forschungsgruppen (Leitung: Hans Maier, Stephan...
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