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Sprache: Deutsch
338 Seiten, Paperback
ISBN: 978-3-205-78514-9
Böhlau Verlag Wien
Seit dem 18. Jahrhundert drängt die Zeit: Faust verspricht, niemals im Augenblick zu verweilen,... mehr
Zyklus und Prozess

Seit dem 18. Jahrhundert drängt die Zeit: Faust verspricht, niemals im Augenblick zu verweilen, und Papagena zählt ihr Alter nach Minuten. Mit der Industrialisierung wurde Zeit zu Geld, Revolutionen stürzten die alte Ordnung. In den Tagen Haydns entwickelte sich ein geschärftes Bewusstsein für Beständigkeit und Wandel, Zeitraster und irreguläre Verläufe. Nicht zufällig spielen authentische Titel oder spätere Beinamen Haydnscher Werke auf Zeit und Zeitverlauf an: Le matin/Le midi/Le soir/Die Uhr/Die Jahreszeiten. Der interdisziplinär ausgerichtete Band mit Beiträgen internationaler Fachleute untersucht Auswirkungen dieses neuen Zeitbewusstseins auf das musikalische Denken der Epoche. Von unterschiedlichsten Ansätzen ausgehend werden zwischen der Zeitwahrnehmung der Epoche und Haydns persönlicher Zeiterfahrung Brücken geschlagen, zwischen den zeitgenössischen Ideen von Fortschritt und Beschleunigung und den narrativen Strategien des Komponisten, zwischen den technischen Entwicklungen mitsamt der Faszination, die von Uhren und Automaten auf die Zeitgenossen ausging, und Haydns rhythmischen Finessen. Die versammelten Aufsätze verorten Aspekte der musikalischen Zeitgestaltung somit gleichermaßen kompositionsgeschichtlich und kulturwissenschaftlich.

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Maße (BxHxT): x x cm, Gewicht: 0 kg
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Autoreninfos
    • Martin Eybl (Hg.)
    • Martin Eybl ist Professor für Musikgeschichte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Schwerpunkte seiner Forschungen liegen in den Bereichen Ästhetik und Musiktheorie des frühen 20. Jahrhunderts, österreichische Musik des 18. Jahrhunderts sowie Editionen Alter Musik. Zu seinen Publikationen zählen Ideologie und Methode. Zum ideengeschichtlichen Kontext von Schenkers Musiktheorie (1995), Die Befreiung des Augenblicks. Schönbergs Skandalkonzerte von 1907 und 1908. Eine...
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    • Marie-Agnes Dittrich (Hg.)
    • Marie-Agnes Dittrich, Studium der Geschichte und Musikwissenschaft in Hamburg, ist Professorin für musikalische Analyse an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und unterrichtet angehende DirigentInnen, KomponistInnen, MusiktheoretikerInnen und TonmeisterInnen aus Ländern von Kolumbien bis Korea. Publikationen zur musikalischen Analyse, der Musik Norddeutschlands, Mozart und Schubert.
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    • Reinhard Kapp (Hg.)
    • Reinhard Kapp, geb. 1947 in Hof/Saale, studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Religionswissenschaft in Heidelberg und Berlin. Assistent an der FU, Lehraufträge. Promotion mit einer Arbeit über das Spätwerk Robert Schumanns. 1974-78 Teilnahme an den Interpretationskursen von Rudolf Kolisch in Mödling bei Wien. 1983/84 Gastprofessur an der Gesamthochschule Kassel, 1983-92 Redakteur an der Richard-Wagner-Forschungsstelle München. Seit 1992 ordentlicher Professor für Musikgeschichte an der...
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Wiener Veröffentlichungen zur Musikgeschichte Zur gesamten Reihe