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Kunst als Neuschöpfung der Wirklichkeit

Kunst als Neuschöpfung der Wirklichkeit

Die Anti-Ästhetik der russischen Moderne

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Ausgabeformat:

Sprache: Deutsch
300 Seiten, 11 s/w- und 5 farb. Abb. auf 12 Taf., gebunden
ISBN: 978-3-412-33605-9
Böhlau Verlag Köln, 1. Auflage 2006
Anders als im Westen knüpfen russische Philosophen, Literaten, Musiker und bildende Künstler im... mehr
Kunst als Neuschöpfung der Wirklichkeit

Anders als im Westen knüpfen russische Philosophen, Literaten, Musiker und bildende Künstler im 19. und frühen 20. Jahrhundert an die Kunst messianische Erwartungen und erklären sie in phantastischer Übersteigerung zum historischen Subjekt einer universellen Neuschöpfung. Frühromantische Bildungsideale radikalisierend, ersetzt die russische Moderne die aufklärerische Wirkungsästhetik durch eine »Wirklichkeitsästhetik«, die letztlich eine Anti-Ästhetik ist: Kunst soll nicht allein auf die Gemüter wirken, sondern selbst eine neue ideale Wirklichkeit hervorbringen. Verena Krieger analysiert die Entwicklung dieser utopischen Idee anhand ihrer wichtigsten Repräsentanten: Aleksandr Ivanov, Fedor Dostoevskij, Nikolaj Cernysevskij, Vladimir Solov’ev, Aleksandr Skrjabin, Vjaceslav Ivanov, Nikolaj Berdjaev, Kazimir Malevic, Pavel Filonov, Aleksandr Rodcenko und die Konstruktivistengruppe. Sie legt mit diesem Buch eine grundlegende Untersuchung der russischen Moderne und der Entfaltung ihres ästhetischen Paradigmas in einer rund 100-jährigen Entwicklung vor.

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