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Tschernobylkinder

Die transnationale Geschichte einer nuklearen Katastrophe

ca. 60,00 € *  (D)

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Erscheint im Dezember 2019

Ausgabeformat:

Sprache: Deutsch
ca. 416 Seiten, mit ca. 15 Abb. u. 6 Tab., gebunden
ISBN: 978-3-525-35208-3
Vandenhoeck & Ruprecht, 1. Auflage 2020
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Tschernobylkinder

Mehr als eine Million Kinder und Jugendliche wurden nach der Katastrophe von Tschernobyl zusammen mit tausenden von Begleitpersonen auf Reisen geschickt, um sich von der Strahlenexposition, zunehmend aber auch vom Alltag in der (post-)sowjetischen Zusammenbruchsgesellschaft zu erholen. Um diese »Tschernobylkinder« bildete sich ein dichtes transnationales Netzwerk von NGOs und Privatpersonen. Es übernahm immer mehr Aufgaben, die der Staat nicht mehr leisten konnte. Das mit der Öffnung der Sowjetunion einsetzende weltweite Engagement trug dazu bei, den atomaren Unfall, der in weiten Teilen der Welt zunächst als »typisch sowjetisch« galt, als transnationale Katastrophe sicht- und wahrnehmbar zu machen, indem es die Realität der Katastrophe in den Alltag hunderttausender Menschen in Europa und Nordamerika holte. Arndt zeigt, wie die »Tschernobylkinder« zugleich zu Zeugen und Repräsentanten eines untergehenden politischen Systems und der Auflösung der bipolaren Weltordnung wurden.

Weitere Details:
Maße (BxHxT): 16 x 23,7 x 2,6cm, Gewicht: 0 kg
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Autoreninfos
    • Melanie Arndt
    • PD Dr. Melanie Arndt (Neuere und Neueste Geschichte) unterrichtet an der Universität Regensburg und ist Leiterin der Redaktion der Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropastudien.
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