Der Artikel wurde erfolgreich hinzugefügt.
978-3-525-31069-4.jpg

Staatssicherheit und KSZE-Prozess

MfS zwischen SED und KGB (1972–1989)

ab 44,99 € *  (D)

inkl. MwSt., versandkostenfrei innerhalb D/A/CH

Lieferbar innerhalb Deutschlands in 2-3 Werktagen

Ausgabeformat:

Sprache: Deutsch
761 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-525-31069-4
Vandenhoeck & Ruprecht
Das Buch analysiert die Rolle und Wirkung des ostdeutschen Ministeriums für Staatssicherheit... mehr
Staatssicherheit und KSZE-Prozess

Das Buch analysiert die Rolle und Wirkung des ostdeutschen Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) im Zusammenhang mit dem nach der Unterzeichnung der Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) entfachten diplomatischen Prozess (KSZE-Prozess) in Europa und bei dem Versuch der Eindämmung von dessen nachfolgenden Auswirkungen in den Bereichen der Menschenrechte und der menschlichen Kontakte auf die DDR und Osteuropa. Auf der einen Seite unterstützte die MfS-Führung die harte Linie der Partei- und Staatsführung der DDR im KSZE-Prozess, auch gegenüber Moskau. Auf der anderen Seite unterstützte das MfS weitgehend die Forderungen Moskaus gegenüber der SED-Führung zur Abgrenzung der DDR von der Bundesrepublik. Der Minister für Staatssicherheit Erich Mielke agierte normalerweise als Verfechter einer möglichst harten Linie gegenüber der Bundesrepublik innerhalb und außerhalb des KSZE-Prozesses, ob als Vertreter der Interessen der Partei- und Staatsführung der DDR gegenüber Moskau oder als Verfechter der sowjetischen Linie in der SED-Führung im Bündnis mit dem sowjetischen »Bruderorgan«, dem KGB. Die wirtschaftliche Schwäche der Sowjetunion bzw. der DDR, verschärft durch weitere Militärausgaben wegen der Aufrüstung der NATO und insbesondere der USA, führte aber zu Zugeständnissen beider Regimes innerhalb und außerhalb des KSZE-Prozesses, die die Repressionsmöglichkeiten des MfS gegenüber ostdeutschen Oppositionellen bzw. der – nach der Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte entstandenen – Ausreisebewegung erheblich einschränkten. Am Ende konnte das MfS als »Diener zweier Herren« – die SED-Führung und die Sowjetunion, vertreten durch den KGB – die innenpolitischen Auswirkungen des KSZE-Prozesses wegen der Zugeständnisse seiner beiden Herren an den Westen nicht mehr unter Kontrolle halten.

Weitere Details:
Maße (BxHxT): 16 x 23,7 x 4,9cm, Gewicht: 1,268 kg
Kundenbewertungen für "Staatssicherheit und KSZE-Prozess"
Bitte loggen Sie sich ein um Produktbewertung abzugeben.
Autoreninfos
    • Douglas Selvage
    • Dr. Douglas Selvage ist Forschungsprojektleiter in der Abteilung Bildung und Forschung des BStU.
      mehr...
    • Walter Süß
    • Dr. Walter Süß ist emeritierter Forschungsprojektleiter in der Abteilung Bildung und Forschung des BStU.
      mehr...
Analysen und Dokumente des BStU. Zur gesamten Reihe
978-3-525-31060-1.jpg
ab 19,99 €
978-3-525-10565-8.jpg
ab 27,99 €
978-3-525-31078-6.jpg
70 Jahre Grundgesetz
  • Hans Michael Heinig  (Hg.),
  • Frank Schorkopf  (Hg.)
ab 19,99 €
978-3-205-23178-3.jpg
Museum der Vermittlung
  • Angelika Doppelbauer
ab 15,99 €
 Open Access
978-3-205-20380-3.jpg
Diskurse des Kalten Krieges
  • Stefan Maurer,
  • Doris Neumann-Rieser,
  • Günther Stocker
978-3-525-40632-8.jpg
Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation
  • Autor*innenkollektiv,
  • Mohammed Jouni
ab 11,99 €
978-3-525-31019-9.jpg
Das Archiv der Stasi
  • Roland Lucht  (Hg.)
30,00 €
 Open Access
978-3-525-10145-2.jpg
Humanity
  • Fabian Klose  (Hg.),
  • Mirjam Thulin  (Hg.)
978-3-525-31033-5.jpg
Das Gedächtnis der Staatssicherheit
  • Karsten Jedlitschka  (Hg.),
  • Philipp Springer  (Hg.)
35,00 €