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Schrift – Macht – Alltag

Lesen und Schreiben im kolonialen Südafrika.

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Ausgabeformat:

BOOK

Sprache: Deutsch
363 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-412-20116-6
Böhlau Verlag Köln, 1. Auflage 2009
Bereits vor mehr als hundert Jahren schrieben afrikanische Bergarbeiter, die am Witwatersrand... mehr
Schrift – Macht – Alltag

Bereits vor mehr als hundert Jahren schrieben afrikanische Bergarbeiter, die am Witwatersrand für die großen Minenhäuser schufteten, regelmäßig Briefe an ihre Angehörigen und Freunde zu Hause und erhielten umgekehrt Post von ihnen. Die Schrift hatte um 1900 Eingang in die afrikanische Alltagskultur gefunden. Von der afrikanischen Geschichtsschreibung lange Zeit vernachlässigt, zeigen Dokumente der Alltagsschriftlichkeit, dass die alphabetische Schrift nicht allein als koloniales Herrschaftsinstrument verstanden werden kann, so die These dieses Bandes. Auch Zettel, Notizen, Schulaufsätze, Leserbriefe und andere Texte erschließen einen Umgang mit der Schrift, bei dem Lesen und Schreiben neben dem eigenen Vergnügen auch gerade der Kritik des Kolonialismus dienten sowie neue überregionale Formen der Geselligkeit und des Austausches schufen. Weiter wird gezeigt, dass Behörden und Mission dem unkontrollierten Schriftgebrauch allerdings mit größtem Misstrauen begegneten. So gehört nicht nur die Verbreitung, sondern auch die Unterdrückung der Literalität zum kolonialen Erbe.

Weitere Details:
Maße (BxHxT): x x cm, Gewicht: 0 kg
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Autoreninfos
    • Gesine Krüger
    • Gesine Krüger ist Professorin für Geschichte der Neuzeit und für Außereuropäische Geschichte an der Universität Zürich.
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