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Die Grenzen der Anpassungsfähigkeit

Die Grenzen der Anpassungsfähigkeit

Eine Wissensgeschichte industrieller Berufsbildung im Ruhrgebiet und in Nordfrankreich, 1950er–1970er Jahre

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Erscheint im November 2021

Ausgabeformat:

Sprache: Deutsch
ca. 512 Seiten, E-Buch Text
ISBN: 978-3-412-52250-6
Böhlau Verlag Köln, 1. Auflage, 2021
Wie lässt sich der Wandel der Arbeit bewältigen? Die Antwort in den Debatten um den... mehr
Die Grenzen der Anpassungsfähigkeit

Wie lässt sich der Wandel der Arbeit bewältigen? Die Antwort in den Debatten um den Strukturwandel in den 1960er Jahren lautete: mit Berufsbildung und Umschulung. Jan Kellershohn erzählt in seiner Studie eine neue Geschichte dieses bis heute attraktiven Versprechens. Anders als häufig angenommen erweist sie sich weniger als Siegeszug des Humankapitals und der Selbstoptimierung.

Am Beispiel der Ausbildung und Umschulung im Ruhrgebiet und im Nord-Pas-de-Calais lässt sich eine bislang ignorierte Problematisierung herausarbeiten, die jedoch den Kern der Strukturwandeldebatten bildete: Sind Arbeiter bildungsfähig? Strukturwandel, das zeigt die Untersuchung, ist kein Prozess. Strukturwandel ist ein epistemischer Apparat, der die Kategorien zur Bestimmung seiner Verlierer erst schuf. Die Sozialfiguren des „lernbehinderten Auszubildenden" und des „älteren Arbeitnehmers" offenbaren, dass es sich bei der Selbstoptimierung nicht um eine Ökonomisierungsgeschichte steigender Anforderungen, sondern um eine Differenzgeschichte fortschreitender Ausschlüsse handelt.

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Autoreninfos
    • Jan Kellershohn
    • Jan Kellershohn ist Referent für Zeitgeschichte am Institut für Landesgeschichte Sachsen-Anhalts in Halle. Mit der vorliegenden Arbeit wurde er 2020 an der Ruhr-Universität Bochum promoviert.
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