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»Wer Jude ist, bestimme ich«

"Ehrenarier" im Nationalsozialismus

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Ausgabeformat:

Sprache: Deutsch
354 Seiten, 19 s/w-Abb., gebunden
ISBN: 978-3-412-22216-1
Böhlau Verlag Köln, 1. Auflage 2014
In den 'Nürnberger Rassengesetzen' hatten die Nationalsozialisten ihre rassischen Wahn­ideen... mehr
»Wer Jude ist, bestimme ich«

In den 'Nürnberger Rassengesetzen' hatten die Nationalsozialisten ihre rassischen Wahn­ideen festgeschrieben. Immer wieder aber machte Hitler von seinem 'Gnadenrecht' Gebrauch, Juden zu 'Ehrenariern' zu erklären oder jüdische 'Mischlinge' aufzuwerten. Zu 'Ehrenariern' wurden Weggefährten erklärt, die sich um die 'Bewegung' verdient gemacht hatten. Soldaten, die sich im Ersten Weltkrieg bewährt hatten, durften in der Wehrmacht weiterdienen. Bei wirtschaftlichem oder persönlichem Interesse zögerte das NS-­Regime nicht, 'Ehren­arier' zu ernennen oder 'Deutschblütigkeit' zu bescheinigen. Besonders häufig erhielten Publikumslieb­linge von Film und Theater Sondergenehmigungen, auch wenn sie Juden waren oder jüdische Familienangehörige hatten. Einer der bekanntesten 'Ehren­arier' war Generalfeldmarschall Erhard Milch, der eine herausragende Stellung im Reichs­luftfahrtministerium einnahm und die menschenverachtenden, oft tödlichen 'Humanexperimente' der Luftwaffe in den Konzentrationslagern verantwortete. Unter Hitlers persönlichem Schutz stand der Linzer Eduard Bloch, der jüdische Hausarzt seiner Mutter. Die besondere Aufmerksamkeit Himmlers richtete sich auf den öster­reichischen 'Halbjuden' Robert Feix, einen Lebens­mitteltechniker, der u. a. das Geliermittel Opekta erfand.

Weitere Details:
Maße (BxHxT): x x cm, Gewicht: 0 kg
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Autoreninfos
    • Volker Koop
    • Volker Koop, geb. 1945, Journalist und Publizist, lebt in Berlin. Veröffentlichungen u.a.: Kein Kampf um Berlin? Deutsche Politik zur Zeit der Berlin-Blockade 1948/49 (1998), Der 17. Juni 1953. Legende und Wirklichkeit (2003), Das Recht der Sieger (2004), Das schmutzige Vermögen. Das Dritte Reich, die I.G. Farben und die Schweiz (2005), Kai-Uwe von Hassel. Eine politische Biographie (2007),
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