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Protestantische Händlernetze im langen 18. Jahrhundert

Die deutschen Kaufmannsgruppierungen und ihre Korporationen in Venedig und Livorno von 1648 bis 1806

Ausgabeformat:

Sprache: Deutsch
698 Seiten, mit 12 Abb., 12 Diagrammen u. 47 Tab., gebunden
ISBN: 978-3-525-36330-0
Vandenhoeck & Ruprecht, 2., durchges. u. korr. Auflage 2022
Die Korporation der deutschen Händler in Venedig, die „Nazione Alemana", die seit dem... mehr
Protestantische Händlernetze im langen 18. Jahrhundert

Die Korporation der deutschen Händler in Venedig, die „Nazione Alemana", die seit dem Mittelalter im Fondaco dei Tedeschi residierte, galt traditionell als Symbol des geteilten Niedergangs Venedigs und der oberdeutschen Reichsstädte im 17. und 18. Jahrhundert. Im Zeitalter des Merkantilismus schien deren wirtschaftliche Rolle ausgespielt. Demgegenüber wird hier gezeigt, dass die deutschen und fast nur aus Reichsstädten stammenden Händler in Norditalien im 18. Jahrhundert eine gänzlich neue Aktivität im globalen Handel entwickelten – nicht nur in Venedig, sondern auch in Livorno. Eine bedeutende Ursache hierfür war die Herausbildung eines „pietistischen Händlernetzes" in Venedig als einer Figuration deutscher Händler, die sich auch für norddeutsche Kaufleute öffnete und die Entwicklung von belastbaren Vertrauensbeziehungen im Fernhandel erleichterte. Das resultierende Zusammenspiel von reichsstädtischen Händlern in Livorno und Venedig ermöglichte deren Ausgreifen ins Globale. Die Arbeit wurde mit dem Max-Weber-Preis des Max-Weber-Kollegs für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien an der Universität Erfurt sowie dem Premio Palazzo Barbarigo des Vereins der Freunde und Förderer des Deutschen Studienzentrums Venedig e.V.  ausgezeichnet.

Weitere Details:
Maße (BxHxT): 16 x 23,5 x 5,3cm, Gewicht: 1,235 kg
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Presse Stimmen

»Die Arbeit erfüllt mehrere Desiderate der Forschung. […] Darüber hinaus gelingt in Verknüpfung mit der Analyse des deutschen Handels in Oberitalien eine faszinierende Studie zu den Alpenpässen und den vier zentralen Alpentransitrouten in der Frühen Neuzeit (Gotthard, Bündner Pässe, Tiroler Pässe, Tauernroute) und ihrer infrastrukturellen Verbesserungen in Konkurrenz zu den maritimen Handelszügen. Der Reiz dieser Arbeit liegt v. a. in der Verknüpfung der Wirtschaftsgeschichte mit den Entwicklungen des europäischen Protestantismus, die großes Erkenntnispotential birgt abseits und in Abgrenzung von den umstrittenen Weberschen Thesen zum Verhältnis Wirtschaft / Protestantismus. Von einem hohen Reflektionsniveau zeugen überdies die methodischen Vorüberlegungen in der Einleitung. Die Studie ist als bedeutende Forschungsleistung zu werten, die sich als Referenzwerk für künftige Forschungen auf dem Gebiet der frühneuzeitlichen Wirtschafts-, Sozial- und Konfessionsgeschichte etablieren wird.«
Alexander Koller, Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 130 (2022)

Ressel hat insgesamt eine handelshistorische Studie vorgelegt, wie man sie sich wünscht: Er präsentiert eine breite Palette neuer Detailinformationen zum Handelsgeschehen in einem der verkehrstechnisch interessantesten Räume Europas über einen sehr langen Zeitraumhinweg, überrascht mit einer durchaus überzeugenden These, die er archivalisch gut fundiert, und bietet durch seine Ergebnisse eine hervorragende Grundlage auch für weiterführende Forschungen zum facettenreichen Feld der transalpinen kommerziellen Beziehungen, die insbesondere – aber nicht nur! – aus deutscher bzw. mitteleuropäischer Perspektive von höchstem Interesse sind.
Markus A. Denzel, Zeitschrift für Historische Forschung 49 (2022/03)

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Autor:inneninfos
    • Magnus Ressel
    • PD Dr. Magnus Ressel ist Historiker und seit 2020 Forschungsstipendiat der Gerda Henkel Stiftung. Von 2013 bis 2019 war er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit an der Universität Frankfurt am Main.
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