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Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation

Erfahrungen junger Geflüchteter

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Ausgabeformat:

Sprache: Deutsch
102 Seiten, mit 23 farbigen Abb., Paperback
ISBN: 978-3-525-40632-8
Vandenhoeck & Ruprecht, 1. Auflage 2018
Sowohl begleitete als auch unbegleitete Kinder und Jugendliche bis 25 Jahren machen einen... mehr
Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation

Sowohl begleitete als auch unbegleitete Kinder und Jugendliche bis 25 Jahren machen einen Großteil der geflüchteten Menschen in Deutschland aus (63,9% lt. Statistik BAMF 2017). Sie kommen aus Krisen- und Kriegsgebieten. Trotz repressiver Grenzregime und zum Teil unvorstellbarer Erfahrungen auf der Flucht versuchen sie in Deutschland, ihre Träume und Hoffnungen zu verwirklichen. Dabei begegnen ihnen sowohl struktureller Rassismus wie Unverständnis und Paternalismus, aber auch angemessene Unterstützung. In selbstorganisierten Gruppen und Räumen erleben sie Selbstwirksamkeit, Solidarität und Empowerment-Prozesse.

Eine solche selbstorganisierte Gruppe ist das Autor*innenkollektiv »Jugendliche ohne Grenzen«, Berlin. Hier ergreifen die geflüchteten Jugendlichen selbst das Wort. Sie blicken in diesem Band auf die Jugendhilfe, auf alles, was oft nur scheinbar helfend für die geflüchteten Kinder und Jugendliche zur Verfügung steht. Wie erleben sie, die geflüchteten Jugendlichen, das Aufnahmeland Deutschland und sich selbst in ihm? Wie empfinden sie ihre Situation? Womit sind sie tagtäglich konfrontiert? Was halten sie von Willkommensklassen? Das Autor*innenkollektiv »Jugendliche ohne Grenzen« gibt Antworten und berichtet über seinen Alltag, der geprägt ist von erschwerten Bedingungen wie Rassismus und struktureller Diskriminierung einerseits und den alltäglichen Anforderungen des Erwachsenwerdens andererseits.

Zum Autor*innenkollektiv gehören Viana Tamir, Havere Morina, Alin Ahmad, Amna Ben Yousef, Hawa Souma, Fatima Khalil, Reem Alaswad, Kajin Ahmad, Wahed Khan und Çingiz Sülejmanov. Mohammed Jouni hat das Autor*innenkollektiv koordiniert. Er ist Referent der politischen Bildung, Diversity- und Empowerment-Trainer. Er hat die Selbstorganisation «Jugendliche ohne Grenzen« mitbegründet und arbeitet als Sozialarbeiter im BBZ – Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und Migrant*innen, Berlin.

Weitere Details:
Maße (BxHxT): 12,3 x 20,5 x 0,8cm, Gewicht: 0,135 kg
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08.11.2021

Wirklichkeits- und Erfahrungsschichten

Wenn in der Kinder- und Jugendhilfe etwas zu kurz kommt, dann sind es die Stimmen der Adressat*innen. Immer wieder werden sie als wichtig beschworen und immer wieder gehen sie verloren. In den meisten Hilfeplandokumenten tauchen sie gar nicht auf. In diesem Buch kommen sie zu Gehör. Mohammed Jouni von »Jugendliche ohne Grenzen – JoG« hat das koordiniert.

Die Einleitung ist ein Gespräch zwischen Mohammed Jouni und Dorothea Zimmermann, die zu den Herausgeberinnen der höchst spannenden Reihe „Fluchtaspekte – Geflüchtete Menschen psychosozial unterstützen und begleiten“ bei Vandenhoeck & Ruprecht gehört. Die Pointe der Entstehungsgeschichte des Buches ist, dass Mohammed Jouni sich mit jungen Geflüchteten, die er aus dem Kontext von JoG kennt, an zwei Workshops gemacht hat – in der Erwartung, dass dabei mehr und anderes zur Sprache kommen kann als in Gesprächen mit Menschen, die bestimmte Rollen im System der Flüchtlingsarbeit inne haben. In diesem einleitenden Gespräch wird auch kurz die Entstehungsgeschichte von JoG vorgestellt.

Als nächstes stellt sich das Autor*innenkollektiv – gemeinsam und einzeln – mit Bildern und kurzen biographischen Notizen vor. Die jungen Autor*innen kommen aus dem Kosovo, dem Irak, Syrien, Aserbaidschan und Afghanistan.

Dann folgt das Kern-Kapitel des Buches: „»Jugendliche ohne Grenzen« erzählen…“ (S. 33-94). Dabei ergeben sich durchaus unterschiedliche und differenzierte Blicke auf folgende Schlüsselthemen:
• Flucht und Ankommen in Deutschland
• Erinnerungen
• Familie
• Rassismuserfahrungen
• Wie ist es in der Schule, wie ist es in der Willkommensklasse?
• Jugendhilfe und Sozialpädagog*innen
• Psycholog*innen
• Bedeutung von Selbstorganisation und Freund*innen in ähnlichen Situationen
• Jugendlichsein und Erwachsenwerden
• Ressourcen
• Träume

Am Schluss des Buches stehen noch einige „Gedanken zum Entstehungsprozess des Buches“ und ein – hilfreiches – Abkürzungsverzeichnis, falls man z.B. eBBR, BBZ oder BQL nicht gleich parat hat.
Es sind viele Wirklichkeits- und Erfahrungsschichten, die da zur Sprache kommen. Jede*r sollte seine eigene Begegnung mit ihnen machen. Mich haben die Stellen sehr berührt, an denen davon berichtet wird, wie wichtig es war, weinen zu können, das Gebot „Weine nicht!“ zu durchbrechen oder auch en Satz wie dieser: „Es heißt, wenn Menschen viele Erfahrungen gemacht haben, macht sie das stark. Das stärkt einen manchmal aber auch gar nicht, manchmal macht einen das schwach.“ (S. 37)

Ich habe das Buch geschenkt bekommen. Es ist ein sehr gutes Geschenk!

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Autor:inneninfos
    • Autor*innenkollektiv
    • Zum Autor*innenkollektiv gehören Viana Tamir, Havere Morina, Alin Ahmad, Amna Ben Yousef, Hawa Souma, Fatima Khalil, Reem Alaswad, Kajin Ahmad, Wahed Khan, Çingiz Sülejmanov und weitere Jugendliche, die anonym bleiben möchten. Mohammed Jouni hat das Autor*innenkollektiv koordiniert. Er ist Referent der politischen Bildung, Diversity- und Empowerment-Trainer. Er hat die Selbstorganisation «Jugendliche ohne Grenzen« mitbegründet und arbeitet als Sozialarbeiter im BBZ – Beratungs- und...
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    • Mohammed Jouni
    • Mohammed Jouni ist Referent der politischen Bildung, Diversity- und Empowerment-Trainer. Er hat die Selbstorganisation »Jugendliche ohne Grenzen« mitbegründet und arbeitet als Sozialarbeiter im BBZ – Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und Migrant*innen.
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