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Amicitia sanctissime colenda. Freundschaft und soziale Netzwerke in der Späten Republik

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Ausgabeformat:

Sprache: Deutsch
576 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-938032-71-8
Verlag Antike
Römische Vorstellungen von Freundschaft sind sowohl in der Antike als auch in der modernen... mehr
Amicitia sanctissime colenda. Freundschaft und soziale Netzwerke in der Späten Republik

Römische Vorstellungen von Freundschaft sind sowohl in der Antike als auch in der modernen Wissenschaft viel diskutiert worden, wobei in der Forschung der letzten Jahrzehnte vor allem nach der Bedeutung und Funktion aristokratischer amicitiae für das Funktionieren der republikanischen Politik gefragt wurde. Die vorliegende Studie setzt in diesem gut bearbeiteten Feld neue Schwerpunkte und verfolgt andere Fragestellungen: Nach welchen Regeln und Maßstäben wurden Freundschaften in der Oberschicht geschlossen und gepflegt? Welche Erwartungshorizonte waren mit diesen persönlichen Beziehungen verbunden? Spätrepublikanische Nahbeziehungen waren konstitutiver Bestandteil eines die gesamte Oberschicht umfassenden Netzwerkes, dessen Mitglieder einander durch Freundschaft und die sich daraus ergebenden Handlungshorizonte und Beziehungsgeflechte verpflichtet waren. Innerhalb dieses Netzwerkes wurden Hierarchien und Positionen bestimmt, wurde Ressourcenverteilung sowohl im ökonomischen als auch im gesellschaftlichen Sinn (soziales Kapital) verhandelt und durchgeführt. Schließlich konnte der kluge politische Kopf versuchen, diese persönlichen Netzwerke auch im öffentlichen Leben zu aktivieren und zu instrumentalisieren. Dieses Oberschichtennetzwerk wird hier erstmals nicht nur metaphorisch beschrieben sondern durch die in anderen historischen Fachrichtungen bereits etablierte Methode der Analyse sozialer Netzwerke empirisch nachgewiesen und analysiert.

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Autoreninfos
    • Christian Rollinger
    • Christian Rollinger ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und wurde mit der vorliegenden Arbeit an der Universität Trier promoviert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neben der Sozial- und Kulturgeschichte der Späten Republik insbesondere die frühe hellenistische Welt und das antike Zeremonialwesen.
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