Zum Tode von Axel Schildt

Wir trauern um unseren Autor und Herausgeber Axel Schildt, der am 5. April 2019 im Alter von 67 Jahren verstorben ist. Wir möchten allen Angehörigen und Trauernden unsere Anteilnahme aussprechen.

Axel Schildt hat sich als Historiker vor allem mit der Intellektuellen- und Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts sowie mit der Sozial- und Kulturgeschichte der Bundesrepublik beschäftigt.

In der Nähe von Hamburg geboren und aufgewachsen, blieb Schildt der Hansestadt fast sein ganzes Leben lang treu. Zwischen 1970 und 1978 studierte er dort und und in Marburg Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie.1980 erfolgte seine Promotion durch eine Arbeit zum Thema Querfront. 1992 habilitierte Axel Schildt schließlich in Hamburg zum Thema »Freizeit, Massenmedien und Zeitgeist in der Bundesrepublik in den 50er Jahren«. Nachdem er in den 80er und 90er Jahren wiederkehrend als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent an der Universität Hamburg tätig war, erhielt Schildt ab 1997 eine Professor am historischen Seminar der Universtität Hamburg – bis 2002 zunächst außerplanmäßig. Daneben war er ebenfalls seit 1997 stellvertretender Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte, bis er 2002 den Posten des Direktors einnahm. Seit 2003 gehörte Axel Schildt zudem dem Beirat der Zeitschrift »Zeithistorische Forschungen« an, der die Herausgeber der Zeitschrift unterstütz. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg nahm Axel Schildt 2008 als ordentliches Mitglied auf und 2013 wurde er Mitglied im Vorstand der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung in Berlin. 2017 erfolgte schließlich seine Emeritierung.

Seine Verdienste um die hamburgische Geschichte brachten Axel Schildt 1999 die Lappenberg-Medaille des Vereins für Hamburgische Geschichte und 2016 die Medaille für Kunst und Wissenschaft der Stadt Hamburg ein.

2010 gab Axel Schildt zusammen mit Ute Daniel »Massenmedien im Europa des 20. Jahrhunderts" bei Böhlau Köln heraus. Zudem war er als Beiträger an »Jugendbewegt geprägt« (unipress) und »50 Klassiker der Zeitgeschichte« (V&R) beteiligt.

Axel Schmidt starb mit 67 Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg.

 

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