Impuls N – Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeit und Gesellschaft

1. Impuls C – CHANCE
2. Impuls O – ORDNUNG
3. Impuls R – RESILIENZ
4. Impuls O – OPTIMISMUS
5. Impuls N – NACHHALTIGKEIT
6. Impuls A – ALTERNATIVEN

 

Die Radikalität des Lockdowns fordert heraus. Es ist individuell sehr unterschiedlich, wie das bisher verkraftet wurde. Die Professionellen und Ehrenamtlichen tragen geduldig und mit unermüdlichem Einsatz zum gelingenden Schaffen und Bewältigen bei, um uns alle gemeinsam auf einen guten Weg zu bringen.
Sind wir nicht alle ein Teil von diesem Prozess in unserer Gesellschaft? Haben wir nicht schon so viel zusammen in gebündelter Stärke geschafft? Dürfen wir uns nicht auch über positive Nachrichten im Gegensatz zu den überwiegenden negativen Nachrichten freuen und dafür dankbar sein, wenn z. B. Politiker:innen aus dem Ausland keinen Hehl aus ihrer Anerkennung für Deutschland und seine Krisenpolitik, sein Expertentum und das gesamte relevante (Gesundheits-)System machen?

Hinter verschlossenen Türen gelangen in Gremien und Ausschüssen die verantwortlichen und ernsthaften Politiker:innen sowie alle dazugehörenden Personen aus anderen Bereichen mit ihrem jeweiligen Denken und Abwägen bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Gerade dann, wenn Fragen bezüglich anstehender Entscheidungen und deren Konsequenzen mit bestem Wissen und Gewissen und möglichst schnell und in einem Rundumblick betrachtet werden müssen – inklusive allem vagen Wissen und durchsetzt von Ungewissheiten im Hinblick darauf, dass hoffentlich nicht zu viel nachgebessert werden muss, weil bestimmte Aspekte, Reaktionen und Verhaltensweisen falsch eingeschätzt, zu wenig einbezogen oder unzureichend beachtet wurden. Hinterher ist man immer klüger.
So machen wir alle mit unserer Orientierung an Expertenmeinungen und der Auswahl von für uns verwertbaren Fakten einen Spagat. Auch werden wir mit mancher im Grunde genommen nicht lösbaren Dilemmasituation mitsamt vielen Unklarheiten konfrontiert, die unseren ethischen oder moralischen Maßstab herausfordern. Das erschwert das gemeinsame Zusammenspiel, in eine Richtung zu sehen und in Vorhaben und Zielen effektiv zu kooperieren.

Die sozial-emotionale Intelligenz mit ihren Kompetenzen

Zum intellektuellen Leistungsvermögen im Allgemeinen – ermittelt mit dem Intelligenzquotienten (IQ = intelligencequotient) – gesellt sich die emotionale Intelligenz (EQ = emotional quotient) und die soziale Intelligenz (SQ = social intelligencequotient) mit ihrer Empathie, Fürsorglichkeit und ihrem Mitgefühl. Letztere durchdringt in ihrer Wirkweise alle Lebensbereiche. Wird sich nur auf eine Teilintelligenz in einer etwaigen Überbewertung fokussiert und die anderen werden dabei ausgeblendet, zeigt sich eine Schieflage in der Unvollständigkeit des Lebens.
Als grundlegender Baustein einer Gesellschaft spielt die sozial-emotionale Intelligenz für unsere menschliche Existenz eine große Rolle. Als Beispiel dient das Miteinander der Generationen: So kann auf die Arbeit und den Erfolg der einen Generation die nächste aufbauen. Hätten Menschen – und vorwiegend Frauen in den zerbombten Großstädten – mit schwerer Arbeit, unter Mühen und mit Verzicht die Trümmer des Zweiten Weltkrieges nicht weggeräumt, würden wir heute noch darauf sitzen. Es gilt zu fragen: Wie und wo kann bestenfalls der Same als starkes Ergebnis über die Generationen hinweg und als Fazit einer gemeinsamen Erfahrung, bei der alle Generationen größtenteils erfolgreich an einem Strang gezogen haben, weiter gesät werden?
Es wird von vielen Seiten Druck ausgeübt in der Erwartung von Entscheidungen im Hinblick auf eine praktikable Gestaltung hin zu einer langsamen und angemessenen Normalität des Lebens-, Berufs- und Wirtschaftsablaufs nach dem jeweiligen Shutdown und Lockdown. Das erzeugt Stress!
Dieser großen Leistung mit all den unberechenbaren Faktoren gerecht zu werden, bedarf nicht nur eines klaren Kopfes und Besonnenheit, im Verbund von IQ und EQ, sondern mit im Boot ist auch die SQ, die soziale Intelligenz.
In einer Formel ausgedrückt: ICH+DU=WIR! Und weiter so, was sich bewährt hat!

 

Was kann gesellschaftlich nachhaltig transformiert oder modifiziert werden?

Schauen wir auf die Bühne der inneren und intrapsychischen Ebene, so sehen wir diejenigen, die sich in der Krise den privaten – wenig applaudierten – Herausforderungen gestellt haben. Oft im Verborgenen – oder nachts wie die Kölner Heinzelmännchen – tun sie ihr Werk. Sie lernten mit Hinfallen und Aufstehen in kurzer Zeit und manchmal sogar im Handumdrehen zu managen: Homeoffice, Homeschooling, Home Education. Sie halfen darüber hinaus, oftmals trotz der eigenen Einschränkung, wo es Not tat und brachten sich ein mit dem, was sie geben konnten. Da sind gute Anfänge.
Die Themen Lohnfortzahlungen und Betreuungstage für Eltern, deren Kinder nicht in die Kita oder die Schule gehen können, sind auf der Agenda der Politik und werden noch weiter nachgebessert. An Konzepten zur Unterstützung von Eltern und Kindern wird gearbeitet und Kurse für Eltern und Kinder entstehen.

Und wer sich in seiner negativen Haltung und Einstellung treu bleiben will und seiner Fixierung auf das Defizitäre, der richtet den ausgestreckten Zeigefinger ausschließlich auf das nicht Gelungene und den anderen, der den eigenen Erwartungen nicht entsprochen hat. Dieser Miesepeter wird immer Argumente und Schuldzuweisungen finden. Im Paket mit der Aufschrift „Delegation der Verantwortung an den anderen“ finden sich die dieses verstärkende Worte: immer, nur, nie, alles, jedes Mal. In diesem Ketten- oder Gedankengefängnis sitzt niemand lebenslänglich in Einzelhaft. Es besteht durchaus auch darin eine Wahl!
Es gibt fast immer eine Wahl, sie gilt es nur zu entdecken – auch wenn es lediglich eine kleine Veränderung an einer kleinen Stellschraube ist. Ja, noch mehr: es gibt immer auch ein feines Grau zwischen einem Entweder-oder und einem Sowohl-als-auch! Unweigerlich hat jede Entscheidung auch ihre Konsequenz! Das schmeckt einem nicht immer. Ja, die Spannung und der Prozess zwischen dem Festhalten von Altem, scheinbar Sicherem, und dem Loslassen kann uns mitunter äußerst viel abverlangen und schmerzhaft sein.
Dann können die Gesetze der Physik und jenes von der Energieerhaltung zur Wirkung kommen. Warum? In geschlossenen Systemen bleibt die Energie konstant und erhalten. Sie kann lediglich innerhalb seiner Begrenzung umgewandelt werden. Nun, wir haben jetzt zu Hause ein geschlossenes System. In diesem ist die Summe aller Energien konstant. Also nichts geht verloren – ist ja schön! Alle Energie bleibt erhalten – okay, und wie viel bei wem? Sie kann sich nicht ändern – außer, und jetzt kommt es: Sie wird umgewandelt! So kann Wärmeenergie in Bewegung und umgekehrt verwandelt werden! Da lasse ich der Fantasie doch mal freien Lauf!
Und wenn man so manches jetzt gedanklich oder in der Fantasie durchspielt, wundert einen doch gar nichts mehr, was das alles für Ausdrucksformen annehmen kann – im Guten wie im Schlechten! Deshalb ist es auch wichtig, klug und vorausschauend zu handeln, damit die Energie in diesem geschlossenen System, den Bedingungen angemessen, wieder relativ schnell einer „Normalität“ zugeführt wird und Beine und Füße nach draußen bekommt!

Es ist nicht der große Wurf oder die krasse Veränderung von Schwarz zu Weiß. Nein, die kleinen, feinen und filigranen Änderungen eines bisherigen Musters machen die Veränderung aus. Wohlgemerkt: „Klein“ ist das wichtige erste Wort, das zum Erfolg führt! Das kann schon mit einem kleinen veränderten Blick auf oder Gedanken über eine Sache anfangen, wie von dem Entweder-oder zu einem Sowohl-als-auch. Ja, es ist wohl nicht einfach und anfänglich ein mühevoller Prozess, aber auch eine im Ergebnis zu dem Ziel hin frohmachende Erfahrung mit einem nachhaltigen Wert.

Nachhaltigkeit und Gesundheit: Ein Blick durch das Prisma

Der Mensch ist ein ganzheitliches Wesen aus Geist, Seele und Körper und darüber hinaus mit seinen sozialen Bedingungen und Beziehungen. Diese werden gestaltet durch eine empathische Haltung, ein fürsorgliches Mitgefühl sowie durch ihre Ausrichtung und in Bezug auf eine sinnstiftende oder -tragende Größe oder Kraft. Die Verletzlichkeit besteht in der Verknüpfung auf allen Ebenen wie auf der psycho-neuro-immunologischen und auch der sozialen.

Gesundheit ist mehr als nur die körperliche Verfassung
Die virusbedingte Erkrankung stellt die eine Seite der körperlichen Gesundheit dar. Doch laut der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören noch andere Facetten dazu, wie jene der sozialen Gesundheit bzw. des Wohlbefindens: „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“1

Daneben gibt es verschiedene Konzepte von Gesundheit und deren Bestandteile finden sich wieder in:

  • körperlichem, seelischem und sozialem Wohlbefinden,
  • Lebensfreude,
  • geistiger Vitalität,
  • seelischer Balance,
  • Arbeitsfähigkeit,
  • körperlicher Unversehrtheit,
  • Entfaltung von Selbstständigkeit,
  • Entwicklung von eigenen Möglichkeiten,
  • Einklang und Erreichen von Zielen (wie Lebenszielen),
  • Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit,
  • einem förderlichen Umfeld durch gelungene Beziehungen,
  • einer spirituellen Haltung oder gar einer geistlichen Orientierung: einem gläubigen Herz.

Für das soziale Wohlbefinden spielt die Arbeit eines Menschen und – je nachdem – das zugehörige Umfeld eine große Rolle für sein Zugehörigkeitsgefühl. Er erlebt sich, wenn es für ihn stimmig ist, als leistungsfähig und ist als Folge motiviert und engagiert. Zwischen dieser Beschreibung eines optimalen Arbeitsplatzes oder auch einer selbständigen Tätigkeit und der weniger optimalen bis hin zum gegenteiligen Pol gibt es viele Schattierungen.
Fällt nun der Arbeitsplatz einer Person weg, wenn z. B. nach dem Lockdown keine Rückkehr an den alten Arbeitsplatz mehr möglich ist oder das eigene Geschäft aus bestimmten Gründen in die Insolvenzgerät, wirkt sich das auf ihr soziales Wohlbefinden aus – insbesondere, wenn sie(zunächst noch) keine Alternativen hat oder findet. Hier wäre die Emotion des Nicht-mehr-Dazugehören zu nennen oder auch das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, nutzlos zu sein und gesellschaftlich außen vor zu sein. Die Identität und Identifizierung mit der eigenen Leistungsfähigkeit und Rolle, z. B. als Ernährer der Familie, wird brüchig, was sich auch in einem geänderten Verhalten zeigt.

Ein anderer Bereich des sozialen Wohlbefindens umfasst die Trauer über den plötzlichen – virusbedingten – Tod eines geliebten Menschen. Und das nicht nur mit dem Fokus auf jene mit einer Vorerkrankung, sondern auch die hohe Infektionszahl von medizinischen und pflegerischen Fachkräften. Auch die Verbundenheit mit Menschen aus unseren Nachbarländern, anderen Nationen oder Kontinenten lässt manche:n nicht kalt, wenn sich die Angehörigen der Verstorbenen nicht mehr verabschieden können und eine angemessene Beerdigung schwierig bis gar nicht möglich ist.
Und wie sieht es aus mit der Gesundheit und den psychosozialen Folgen und der Verletzlichkeit des Menschen bezogen auf die häusliche Gewalt, die soziale Diskriminierung? Nicht an der gebotenen Bildung teilhaben zu können, weil die Mittel für die Grundausrüstung fehlen? Hier tut sich noch viel verantwortungsvolle Arbeit auf im Reparieren, wo es noch möglich ist, als Nachschulung bzw. Nachreifung und in der Bewältigung des Erlebten.

Alles hat seine Zeit und sein Tempo! Jede:r entscheidet und handelt jeweils in einem individuellen Bezugsrahmen und entsprechend eigener Bedingungen! Nichts ist in Stein gemeißelt! Und für jede:n kann sich an jede:r Stelle des Lebens immer etwas verändern oder ist immer wieder veränderbar. Es bestehen also Möglichkeiten, in das Rad hineinzugreifen, die Richtung zu ändern und Einfluss zu nehmen – wenn ich denn will und kann. Die folgenden Fragen fördern ein nachfolgendes Handeln. Gehen wir in einen Austausch mit uns selbst, in eine klare, empathische, respektvolle Kommunikation über das Gestern-heute-Morgen verbunden mit dem Davor-jetzt-Danach, d. h. die Daten und Fakten von gestern für das Heute, Morgen bzw. dem Davor, dem Mittendrin, auszuwerten und zu analysieren – für „the day after“!

Gestern:

  • Was hat sich wie und wodurch bewährt und was habe ich daraus gelernt?
  • Was hat mir in der Vergangenheit geholfen und kann ins Heute übertragen werden?

Heute persönlich:

  • Was kann ich in dieser Situation tun, um mit ihr angemessen umzugehen?
  • Wie gehe ich mit den Problemen und Belastungen um, als auch mit dem, was unabänderlich ist?
  • Gibt es eine Grauzone in dem Schwarz?
  • Wie kann ich etwas bisher Gelungenes weiter optimieren und an welcher Stellschraube muss ich dafür ein wenig drehen?
  • Wer kann mir dabei helfen und mich in ein zufriedenes Morgen hinein unterstützen?

Heute beruflich:

  • Worin besteht die Herausforderung – kann ich sie sehen?
  • Welche Möglichkeiten stecken in ihr?
  • Welche Alternativen im Umdenken tun sich auf – trotz allem, was einen runterziehen kann?
  • Was kann kreativ umgestaltet werden und wie kann ich um die Ecke denken?
  • Wer hilft mir dabei und was unterstützt mich?
  • Welchen Samen kann ich gerade jetzt zum Sprießen und Wachsen bringen, um später gute Früchte zu ernten?

Morgen:

  • Wenn ich etwas vom Ende her betrachte und auf seine Kriterien überprüfe, gibt es dann Unterschiede?
  • Was will ich am Ende erreicht haben und was reicht, um zufrieden zu sein?
  • Was will ich noch für mein kleines bescheidenes Leben?
  • Was bleibt geschlossen als persönlichem innerem Lockdown?
  • Wann gestatte oder erlaube ich mir selbst eine allmähliche Öffnung und wie führe ich die Gestaltung der Nähe-Distanz-Koordinate durch?
  • Was soll noch hinzukommen und welche kleinen gezielten Schritte muss ich dafür noch entwickeln?
  • Was soll als mein persönlicher „Finger-Fuß-Herz-Abdruck“ in dieser Welt nachhaltig bleiben?

 

Balsam für die Seele: Das Moratorium

Ein einzelner Same fällt in die Erde. Er keimt im Dunkeln und drängt nach einiger Zeit mit aller Macht durch die Ackerkrume ans Licht. Die grüne Spitze eines Blattes erreicht die sichtbare Welt. Nach und nach geschieht weiteres Wachstum und Entwicklung.
Es bildet sich ein Halm mit weiteren Blättern. Er sprießt und wächst durch die Nahrungsstoffe aus der Erde bis zu einer bestimmten Größe – das Licht und das Wasser tun das ihre dazu.
Wer oder was gebot ihm an dieser bestimmten Stelle Einhalt, um das Wachstum zu stoppen?
Die Begrenzung der Tragfähigkeit für die weitere Bestimmung des Halmes! Weiteres Wachstum wäre nicht hilfreich und es würde ihm sogar schaden, weil er noch nicht an dem ihm gesetzten Ziel ist.
Welches Ziel? Das entsprechend seiner DNA abgespeicherten Programms: Frucht zu tragen. Frucht, die um ein Vielfaches an Gewicht haben wird. Jetzt, unter den derzeitigen Voraussetzungen ist es ihm unmöglich, diese in ihrer Entwicklung als aufrecht bleibender Halm zu tragen.
Was dann? Ein Anhalten, ein Stopp und eine Unterbrechung sind deshalb geboten.
Wofür? Um die Voraussetzungen für das sich noch Entwickelnde zu schaffen! Das heißt jetzt im Klartext und als Gebot der Stunde: auf der Stelle treten, Konzentration und bündeln der Ressourcen und wachsen. Wachsen? Ja, nicht nach oben und nicht in die Länge, sondern in einer anderen Struktur als Fundament. Im Wachstum eines Knotens, vollzieht sich eine effiziente Konstruktion und Architektur: Eine tragfähige Plattform, die Stabilität bietet, damit ein weiterer belastbarer Aufbau möglich ist.
Doch zunächst zeigt sich nach außen nichts Großartiges – außer auf der Stelle zu wachsen!
An diesem Punkt verdickt sich der Halm und wird fester, dichter und stabiler. Ein Knoten bzw. mehrere bilden sich am Halm mit ihren jeweiligen Zwischenknotenstücken.
Ohne diese könnte das Ziel der Bestimmung mit der Frucht nicht in dem Maße erreicht werden. Der Halm würde unterwegs schon regelrecht „die Biege“ machen und knicken.
Im übertragenen Sinn und bezogen auf unsere Knoten oder Moratorien in unserem Leben:
Diese Phase des Moratoriums heißt es auszuhalten. Zumal nach außen hin so gut wie nichts Großes geschieht. Da ist kein sichtbares Wachstum zu erkennen und zunächst zeigt sich keine markante Leistung, – außer man betrachtet es auf einer Metaebene unter einem anderen Blickwinkel oder Aspekt oder späterhin und zeitlich versetzt.
Manche Erhellung oder Erkenntnis über das in einem persönlichen Moratorium Gelernte oder Gewachsene tut sich dann auf. So kann bei der Fragestellung nach dem Warum einer schwierigen Situation, eines Erlebens oder Geschehens nach einer Antwort gesucht oder gerungen werden, und dazu kann die Erkenntnis aus dieser Phase vielleicht zu einer angemessenen Antwort verhelfen. Wie auch der Blickwechsel von einem Warum zu einem Wozu, das in manchen Sprachen eine zusätzliche Bedeutung hat, im Sinne eines Sowohl-als-auch bzw. von einerseits und andererseits, wie im Spanischen oder Hebräischen, wenn beides – das Warum und das Wozu – mit in eine Suche nach Antworten einbezogen wird, das Ganze in seiner Erkenntnis bereichert und vervollständigt!

 

Christa H. Herold, Psychologische Beraterin, ist in eigener Praxis in der systemisch-lösungsfokussierten Beratung, Therapie und Supervision tätig. Darüber hinaus ist sie geprüfte Schriftpsychologin, Burn-out-Beraterin und zertifizierte Mediatorin. Alle Beiträge von Christa H. Herold finden Sie hier.

 

WHO (1946/2020). Verfassung der Weltgesundheitsorganisation. Übersetzung. S. 1. Zugriff am 07.05.2021 unter https://fedlex.data.admin.ch/filestore/fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/1015_1002_976/20200706/de/pdf-a/fedlex-data-admin-ch-eli-cc-1948-1015_1002_976-20200706-de-pdf-a.pdf

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