Der UN-Migrationspakt wurde offiziell angenommen!

Mit der Annahme des Migrationspakts wurde das erste Abkommen verabschiedet, welches globale Richtlinien für die internationale Migrationspolitik festlegt.
Es enthält 23 Ziele für eine internationale Migrationspolitik. Demnach ist es das Ziel, illegale und ungeordnete Migration durch internationale Zusammarbeit zu verhindern und Migration für die Menschen sicherer zu machen.

Zu diesem Anlass passend haben wir im Folgenden ein paar interessante Literaturtipps aus unserem Programm zusammengestellt.

Heft 3/2018 der Zeithistorischen Forschungen
Flucht als Handlungszusammenhang
Die Erforschung von Flucht steht nicht erst seit dem »langen Sommer der Migration« auf der wissenschaftlichen Tagesordnung. Vielmehr hat sie eine »lange Tradition«. Mit der Reflexion über Flucht als Handlungszusammenhang in asymmetrischen Machtverhältnissen fügt sich das vorliegende Heft demzufolge in ein interdisziplinär wie international stark beforschtes Feld ein. Inhaltlich werden die historischen Kategorien und Zuschreibungen, die für Menschen auf der Flucht verwendet werden, untersucht, die Handlungen unterschiedlicher Akteure vor, während und nach der Flucht, darunter auch Handlungen von Personen wie Fluchthelfer*innen, erforscht. Es werden die Räume von Fluchtrouten, Flüchtlingslagern oder Städten analysiert sowie Fluchterfahrungen und -erinnerungen untersucht.

Autor*innenkollektiv »Jugendliche ohne Grenzen«
Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation
Silke B. Gahleitner und Dorothea Zimmermann nehmen die Erfahrungen geflüchteter Minderjähriger in den Blick: Auf die Lebensbedingungen und das Hilfssystem im Aufnahmeland Deutschland.
Sowohl begleitete als auch unbegleitete Kinder und Jugendliche bis 25 Jahren machen einen Großteil der geflüchteten Menschen in Deutschland aus (63,9% lt. Statistik BAMF 2017). Sie kommen aus Krisen- und Kriegsgebieten. Trotz repressiver Grenzregime und zum Teil unvorstellbarer Erfahrungen auf der Flucht versuchen sie in Deutschland, ihre Träume und Hoffnungen zu verwirklichen.

Birgit Peter, Gabriele C. Pfeiffer (Hg.)
Flucht – Migration –Theater. Dokumente und Positionen
Der »lange Sommer der Migration« 2015 war Ausgangspunkt für diesen Band, der Wissenschaft und Theaterpraxis zusammenbringt und einen öffentlichen Diskurs zwischen Geflüchteten, Studierenden, AktivistInnen, KünstlerInnen, PerformerInnen, DramaturgInnen und ForscherInnen herstellen will. Dieser Band versteht sich als Archiv der schwer zu dokumentierenden Geschichte von Flucht, Vertreibung und theatralem Ausdruck.

Karin Mlodoch
Gewalt, Flucht – Trauma? Grundlagen und Kontroversen der psychologischen Traumaforschung
Menschen, die professionell oder ehrenamtlich in der Arbeit mit Geflüchteten tätig sind, werden tagtäglich mit den Folgen vielfältiger Gewalterfahrungen konfrontiert. Tagtäglich bewegen sie sich dabei auf dem schmalen Grat zwischen Universalismus und Kulturalismus, überprotektion und Distanzierung, oft fehlt es an Wegweisern.
Karin Mlodoch führt in die Geschichte und die Grundlagen des psychologischen Traumakonzepts ein und gibt einen Überblick über die verschiedenen Ansätze und wichtigsten Kontroversen innerhalb der psychologischen Traumaforschung und -debatte.

Harry H. Behr, Frank van der Velden (Hg.)
Religion, Flucht und Erzählung. Interkulturelle Kompetenzen in Schule und sozialer Arbeit mit Geflüchteten
Menschen, die in Schulen und sozialen Institutionen mit Geflüchteten und Migrierten arbeiten, benötigen authentische Informationen zu interkulturellen und religionssensiblen Fragestellungen. Der Band beschreibt Bildungshintergründe in den Herkunftsländern, fragt aber auch die Geflüchteten nach ihren Vorstellungen und Erfahrungen zum guten Zusammenleben religiös unterschiedlicher Menschen.

Roland Hsu, Christoph Reinprecht (Hg.)
Migration and Integration. New Models for Mobilty and Coexistence
Globalization has led to new forms, and dynamics, of migration and mobility. What are the consequences of these changes for the processes of reception, settlement and social integration, for social cohesion, institutional practices and policies? The essays collected in this volume discuss these issues with reference to recent research on migration and mobility in Europe, the US, North and East Africa and South and Southeast Asia.

Marianne Leuzinger-Bohleber), Ulrich Bahrke, Tamara Fischmann, Simon Arnold, Stephan Hau (Hg.)
Flucht, Migration und Trauma: Die Folgen für die nächste Generation
Die Schicksale des ausgesetzten Königssohns Ödipus, von Odysseus, Persephone, Jason, Medea und vielen anderen Gestalten der Antike erinnern daran, dass Migration, Flucht und Trauma so alt sind wie die Menschheit selbst und sich in unbewussten Phantasien bei Individuen und Gruppen niedergeschlagen haben. Sie bilden oft unerkannte Quellen für Neugier und Interesse an Geflüchteten einerseits, aber auch von Fremdenhass, Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus andererseits. Sie tragen zu den Spaltungsprozessen in vielen europäischen Gesellschaften im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingskrise bei. Zudem wecken Bilder von traumatisierten Geflüchteten Assoziationen zum Thema Trauma, das heißt zu extremen Erfahrungen, die das Selbst Todesangst, Hilflosigkeit und Ohnmacht aussetzen und derart überfluten, dass das Grundvertrauen in ein helfendes Objekt und ein aktives Selbst zusammenbricht.

Lena Ronte
Asylantrag gestellt: Was dann? Rechtliche Grundlagen und Praxishinweise zum Asylverfahren und zur Familienzusammenführung
Dieser kompakte Leitfaden versorgt alle, die geflüchtete Menschen haupt- oder ehrenamtlich durch ein Asylverfahren begleiten, mit wichtigem Hintergrund- und Praxiswissen. Lena Ronte, Fachanwältin für Migrationsrecht, erläutert die wichtigsten Verfahrensschritte des Asylverfahrens und die dazugehörigen Rechtsgrundlagen verständlich und praxisorientiert – von der Einreise bis zur Entscheidung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Birgit Behrensen
Was bedeutet Fluchtmigration? Soziologische Erkundungen für die psychosoziale Praxis
Nach einem kurzen Sommer der Willkommenskultur 2015 haben sich die Bedingungen für Flüchtlinge – und damit auch für das psychosoziale Unterstützungssystem – erheblich verschlechtert. Immer mehr Errungenschaften im Hinblick etwa auf sichere Bleibeperspektiven, Familiennachzug, Gesundheitsversorgung, Arbeitsmarkt- und Ausbildungszugang stehen für immer größere Gruppen von geflüchteten Menschen zur Disposition. Hinzu kommen Erfahrungen gesellschaftlicher Ablehnung bis hin zu rassistischen übergriffen.

Sibylle Rothkegel
Fluchthintergründe: Fluchtbewegungen in individuellen und globalen Kontexten
Sibylle Rothkegel betrachtet in diesem Einführungsband Fluchtbewegungen von Menschen, die Krieg, Terror und bitterer Armut entkommen wollen. Im Fokus stehen Entstehungsgeschichte und aktuelle Entwicklungen bezüglich der großen Krise Afrikas und der Umwälzungen auf der arabischen Halbinsel. Fluchtwege können langwierige und komplexe psychosoziale Prozesse sein, die ein Leben in großen Sammellagern, erneute Gewalterlebnisse und Lebensgefahr mit sich bringen. Auch die Ankunft im erwünschten Aufnahmeland gestaltet sich oft sehr schwierig.

Alla Koval, Frank Dieckbreder, Thomas Zippert
Migration und Teilhabe. Begriffe – Grundlagen – Praxisrelevanz
Welche Bedeutung haben Migration und Teilhabe? Welchen Einfluss haben Fremdheit und Diskriminierung auf die Soziale Arbeit in der pluralen Gesellschaft? Was bedeuten „Assimilation“, „Integration“, „Inklusion“ und „Teilhabe“ im Kontext von Migration?
Die AutorInnen geben Antworten und beleuchten unterschiedliche Dimensionen des Phänomens „Migration“ aus der Perspektive unterschiedlicher Systeme/Felder wie z. B. Ökonomie, Politik, Bildung mit Blick auf Teilhabemöglichkeiten.

Gerhard K. Schäfer, Barbara Montag, Joachim Deterding, Astrid Giebel (Hg.)
Geflüchtete in Deutschland. Ansichten – Allianzen – Denkanstöße
Flüchtlinge stellen derzeit und in absehbarer Zeit eine, wenn nicht die zentrale Herausforderung für Europa und die deutsche Gesellschaft dar. Das Buch bringt im Kontext der aktuellen Situation unterschiedliche Facetten der komplexen Thematik zur Geltung. Es ist inter- und transdisziplinär angelegt und verbindet theoretische Grundlagen und wissenschaftliche Zugänge mit Handlungsorientierungen und Praxisbeispielen.

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