Zum Tode von Volker Barth

Wir trauern um unseren Autor Prof. Dr. Volker Barth, der am 17. April 2021 im Alter von nur 46 Jahren verstorben ist. Wir möchten allen Angehörigen und Trauernden unsere Anteilnahme und unser herzlichstes Beileid aussprechen.

Volker Barth, 1974 im saarländischen Wadern geboren, studierte an den Universitäten München und Paris I die Fächer Geschichte und Romanistik bevor er 2004 mit Bestnote seine Doppel-Promotion zwischen der Ludwig-Maximilians-Universität München und der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris zum Thema »Mensch vs. Welt – Die Pariser Weltausstellung von 1867« abschloss. 2017 folgte an der Universität Köln die Habilitationsschrift mit dem Thema »Wa(h)re Fakten. Wissensproduktionen globaler Nachrichtenagenturen 1835–1939«, die in der Reihe »Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft« veröffentlicht wurde.

Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Laufbahn war Volker Barth bis 2008 als Fellow und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen deutschen und französisches Forschungsinstituten tätig. Von 2008 bis 2012 war er als Wissenschaftlicher Assistent, von 2012 bis 2016 als akademischer Rat auf Zeit am Historischen Institut der Universität Köln tätig. Im Anschluss übernahm er am dortigen Institut über mehrere Semester hinweg die Vertretung des Lehrstuhls für Internationale Geschichte. In diesem Zeitraum hat sich Volker Barth über viele Jahre hinweg als Sprecher und Vertreter des akademischen Mittelbaus im Vorstand des Kölner Historischen Instituts engagiert. Seit 2018 hat er darüber hinaus weitere internationale Erfahrungen durch Gastdozenturen and der Tallinn-University in Estland sammeln können.
2020 war Volker Barth auf den Lehrstuhl für Kultur- und Mediengeschichte an der Universität des Saarlandes berufen worden.

Im wissenschaftlichen Diskurs der Community der Neuzeit-Historiker*innen vertrat Volker Barth einen integrativen Ansatz, der die gesamte Epoche von Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des 20. Jahrhunderts berücksichtigt und der betrachtete Phänomene nie isoliert, sondern stets im Spannungsfeld von Politik-, Sozial-, Kultur- und Mediengeschichte sah. Dies spiegelt sich ebenfalls in seinen Publikation wider, die von origineller Themenfindung zeugen, sich in aktuellen historiographischen Debatten bewegen sowie Quellenrecherche in in- wie ausländischen Archiven mit grundsätzlichen erkenntnistheoretischen und konzeptionellen Überlegungen verbinden.

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