In Gedenken an Wolfgang Brezinka

Wir trauern um unseren Autor Wolfgang Brezinka, der am 3. Jänner 2020 verstorben ist. Wir möchten allen Trauernden unsere Anteilnahme aussprechen.

Wolfgang Brezinka, 1928 in Berlin geboren, gehörte international zu den bekanntesten Erziehungswissenschaftlern der Gegenwart. 

Nach sozialpädagogischer Praxis führte ihn zunächst ein Studium der Philosophie, Psychologie und Pädagogik nach Salzburg und Innsbruck, 1951 promovierte er an der Universität Innsbruck. Es folgten vier Jahre heilpädagogische Praxis und Forschung am Institut für Vergleichende Erziehungswissenschaft in Salzburg. 1954 Habilitation für Pädagogik in Innsbruck, darauf folgten 1957/58 sozialpsychologische und soziologische Studien als Forschungs-Stipendiat an den Universitäten Columbia und Harvard (USA). Von 1958 bis 1960 war Brezinka Professor und Rektor der Pädagogischen Hochschule Würzburg, anschließend bis 1967 Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Innsbruck und dann bis 1996 an der Universität Konstanz. Seit 1992 war er Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Er war Autor von 20 Büchern, von denen viele in 11 Fremdsprachen übersetzt worden sind, Dr. phil. h.c. der Technischen Universität Braunschweig und Dr. pad h. c. der Universitá Cattolica Milano. Für sein Lebenswerk wurde er unter anderem mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien und dem Tiroler Adler-Orden in Gold ausgezeichnet.

2019 erschien bei Böhlau seine Autobiografie »Vom Erziehen zur Kritik der Pädagogik«, in der er die Erlebnisse der Kriegs- und Nachkriegszeit schildert, die ihn über frühe Erziehungspraxis zur Jugendpsychologie und Pädagogik als Berufsfeld geführt haben.

Zum Nachruf der ÖAW

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