Vielfalt – Ordnung – Einheit: Festschrift für Irene Dingel

Anlässlich des 65. Geburtstags von Prof. Dr. Irene Dingel versammelt die Festschrift eine Auswahl ihrer Aufsätze aus den Jahren 1997–2015, welche gleichermaßen das wissenschaftliche Werk wie auch das persönliche Engagement der Jubilarin in besonderer Weise hervorheben und würdigen.

Robert Kolb schreibt im Vorwort der Festschrift »Vielfalt – Ordnung – Einheit. Kirchengeschichtliche Studien zur Frühen Neuzeit aus den Jahren 1997 bis 2015«: »The title of this volume summarizes essential elements of her scholarly contributions over the years. […] ›Vielfalt – Ordnung – Einheit‹ not only provide an overview of her scholarly work. These themes also describe in significant ways her personal engagement and interaction with her colleagues and the larger society«.
Folgende Aufsätze und Schriften von Prof. Dr. Irene Dingel versammelt die Festschrift:

  • Melanchthons Einigungsbemühungen zwischen den Fronten: der Frankfurter Rezess
  • Recht und Konfession bei Samuel von Pufendorf
  • Die Torgauer Artikel (1574) als Vermittlungsversuch zwischen der Theologie Luthers und der Melanchthons
  • Melanchthon und die Normierung des Bekenntnisses 
  • Bekenntnis und Geschichte. Funktion und Entwicklung des reformatorischen Bekenntnisses im 16. Jahrhundert
  • Eine Etappe Kurpfälzer Konfessionsgeschichte. Die Vorrede zu Konkordienformel / Konkordienbuch und Kurfürst Ludwig VI. 
  • Konfession und Frömmigkeit. Verlaufsformen der Konfessionalisierung an ausgewählten Beispielen
  • »Daß wir Gott in keiner Weise verbilden«. Die Bilderfrage zwischen Calvinismus und Luthertum
  • »daß man Gott immer in den Ohren liege«. Das rechte Beten bei Martin Luther
  • Augsburger Religionsfriede und »Augsburger. Konfessionsverwandtschaft« – konfessionelle Lesarten Wie orthodox ist die Heterodoxie? Religiöse Wertung und Toleranz. Eine Spurensuche in Enzyklopädien der Aufklärung
  • Pruning the Vines, Plowing Up the Vineyard. The Sixteenth-Century. Culture of Controversy between Disputation and Polemic. Translated by Robert Kolb
  • Integration und Abgrenzung. Das Bekenntnis als Ordnungselement in der Konfessionsbildung
  • Religion in the Religious Peace Agreements of the Early Modern Period: Comparative Case Studies. Translated by Robert Kolb
  • Biblische Typenbildung und »gute Ordnung« in Leichenpredigten 

 

Über Irene Dingel

Irene Dingel studierte evangelische Theologie und Romanistik in Heidelberg und Paris, daran anschließend war sie bis 1982 »Élève à titre étranger« an der École Normale Supérieure (ENS) de Fontenay-aux-Roses und nahm dort zeitgleich Verpflichtungen als Lektorin für deutsche Sprache und Kultur wahr. Bis 1993 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Hochschulassistentin an der Theologischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und hatte mehrere Forschungsstipendien, zudem wurde sie in diesem Zeitraum mit einer Dissertation im sprachwissenschaftlichen Bereich promoviert (1986). Ihre Habilitation erfolgte 1993 ebenfalls an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit einer kirchengeschichtlichen Habilitationsschrift, die unter dem Titel »Concordia controversa« veröffentlicht wurde. Sie erhielt in diesem Zuge die Venia legendi für die Historische Theologie/Kirchengeschichte.
Daraufhin übernahm Irene Dingel von 1994 bis 1996 eine Vertretungsprofessur am Evangelisch Theologischen Fachbereich der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, woraufhin dort 1996 eine Professur für Historische Theologie folgte.
Seit 1998 hat Prof. Dr. Irene Dingel die Professur für Kirchen- und Dogmengeschichte an der Evangelisch Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz inne. Als Direktorin der Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte leitet sie seit 2005 das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz.

Prof. Dr. Irene Dingel ist u.a. ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz, Vorstandsmitglied des Vereins für Reformationsgeschichte, Mitglied der Kommission Evangelische Kirchenordnungen des 16. Jahrhunderts bei der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Mitglied der Interakademischen Leitungskommission der Leibniz-Edition, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) an der Universität Osnabrück und Mitglied im Hochschulrat der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Ihre Forschungsschwerpunkte bilden die Geschichte der Reformation und des konfessionellen Zeitalters, die Frühaufklärung in ihrem westeuropäischen Zusammenhang sowie die Kirchen und Europa im 20. Jahrhundert.


Foto: Irene Dingel © Stefanie Wetzel

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