30 Jahre Deutsche Einheit

Am 03. Oktober 2020 jährt sich die Deutsche Wiedervereinigung zum 30. Mal. 45 Jahre lang war Deutschland aufgeteilt in Ost und West  – in diesem Jahr feiern wir zum dreißigsten Mal den Tag der Deutschen Einheit. Seit 1990 gilt der Tag der Deutschen Einheit als Gedenktag des Zusammenschlusses von Ost- und Westdeutschland und vermittelt auch nach 3 Jahrzehnten ein Gefühl der Einheit. Nachfolgend haben wir zu diesem Anlass und Thema passend ein paar Literaturtipps für Sie zusammengestellt.


Der Preis der deutschen Einheit. Michael Gorbatschow und die NATO 1989/1990
von Peter Brinkmann
Ohne die Zustimmung der Sowjetunion wäre die deutsche Einheit nicht möglich gewesen. Und ohne Michail Gorbatschow, den Generalsekretär der KPdSU, schon gar nicht. Doch wie kam es dazu? Warum gab Gorbatschow nicht nur den Deutschen die Einheit, sondern beließ das vereinte Deutschland auch in der NATO? Diese Untersuchung gibt Antworten auf alle relevanten Fragen.


Deutschland. Von der geteilten Nation zur gespaltenen Gesellschaft 1945 bis heute
von Michael Gehler
Entfremdung, Konfrontation und Systemwettbewerb prägten die beiden Nachkriegsstaaten, die Bundesrepublik und die DDR. Beide Staaten repräsentierten die geteilte deutsche Nation. Dieses Buch bietet eine Bilanz deutscher Geschichte 75 Jahre nach Kriegsende und 30 Jahre nach der deutschen Einigung, die bis heute nachwirkt.


Kulturgeschichte der DDR
von Gerd Dietrich
Die Kulturgeschichte der DDR stellt den Kulturgeschichten der Bundesrepublik ein Pendant für die DDR zur Seite. Die Zeit des Bestehens der SBZ/DDR wird dabei chronologisch in drei Perioden unterteilt, die die Besonderheiten des jeweiligen historischen Zeitraums hervorheben. In jedem der drei Bände beleuchtet der Autor systematisch die spezifischen Entwicklungen der Alltags- und Populärkultur, der politischen Kultur sowie der hohen Kultur.


Umwelt und Herrschaft in der DDR. Politik, Protest und die Grenzen der Partizipation in der DDR

von Christian Möller
Die DDR war 1989/90 ein ökologisch gescheiterter Staat. Doch entgegen gängiger Narrative gab es im SED-Staat vielfältige staatliche und gesellschaftliche Umweltinitiativen, die nicht nur modern waren, sondern auch auf den partizipatorischen Charakter von Herrschaft in der sozialistischen Diktatur verweisen. Christian Möller untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Aushandlung von Umweltfragen in der DDR


Versagtes Vertrauen. Wissenschaftler der DDR im Visier der Staatssicherheit
von Reinhard Buthmann
Sie wurden erst gebraucht, dann geduldet und schließlich kaltgestellt. Vertrauen schenkte die SED ihnen nie, die Stasi bespitzelte sie und behinderte ihre Arbeit. Die Rede ist von bürgerlichen Wissenschaftlern, die in der Ulbricht-Ära bedeutsame Leistungen trotz widriger Umstände erbrachten und unter Honecker mithilfe der Stasi rasch aus ihren Funktionen gedrängt wurden.


Vom Scheitern der kybernetischen Utopie. Die Entwicklung von Überwachung und Informationsverarbeitung

von Christian Booß
Die Beschaffung und Verarbeitung von Informationen ist eine zentrale Aufgabe eines jeden Geheimdienstes. Die Stasi wollte allerdings keineswegs undifferenziert alles wissen und überwachte auch nicht flächendeckend. Ihre Aufmerksamkeit galt insgesamt wesentlich stärker Staat, Wirtschaft und militärischer Arbeit mit den gefälschten Kommunalwahlen im Mai.


Von einer Freundschaft, die es nicht gab. Das Ministerium für Staatsicherheit der DDR und das polnische Innenministerium 1974–1990
von Tytus Jaskulowski
Die erste wissenschaftliche Monografie, die die vermeintliche Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen der Stasi und dem polnischen Geheimdienst als Täuschung erkennt und überraschende Schwachstellen der Stasi offenlegt. Der Band beschreibt das Mit- und Gegeneinander beider Geheimdienste anhand umfangreicher Quellenrecherchen.


Die Reihe »Die DDR im Blick der Stasi. Die geheimen Berichte an die SED-Führung«
herausgeben von Daniela Münkel, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Die geheimen Berichte, die die »Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe« (ZAIG) des Ministeriums für Staatssicherheit zur Information der Partei- und Staatsführung der DDR seit dem Juniaufstand 1953 verfasst hat, sind eine zeitgeschichtliche Quelle von hohem historischen Wert. 36 Jahre lang wurden sie in unterschiedlichen Formen und Frequenzen angefertigt. Sie zeigen den besonderen Blick der Stasi auf und in die DDR: Hinweise auf »oppositionelles« Verhalten sind dort ebenso zu finden wie die Beschreibung von Problemen in Wirtschaft und Versorgung und Statistiken zum Devisenumtausch, zu Ausreise- und Fluchtfällen. Scheinbar Triviales steht hier neben den größeren und kleineren Schwierigkeiten, die sich bei der Etablierung und Aufrechterhaltung der SED-Herrschaft und dem Aufbau des »real existierenden Sozialismus« ergaben. Unternommen wird eine Tiefenbohrung in die DDR-Gesellschaft, geprägt von der geheimpolizeilichen Sicht, die vor allem darauf bedacht war, Kritik, »politisch-ideologische Diversion« und »Untergrundtätigkeit« aufzudecken, zu bekämpfen und möglichst im Keim zu ersticken. Die Edition präsentiert im Buch sowohl einen Querschnitt als auch besonders aufschlussreiche Dokumente und eine Datenbank aller Dokumente eines Jahrgangs mit komfortablen Recherchemöglichkeiten.
Video: Die Edition »Die DDR im Blick der Stasi. Die geheimen Berichte an die SED-Führung«

Die DDR im Blick der Stasi 1963. Die geheimen Berichte an die SED-Führung
bearbeitet von Georg Herbstritt
Zwei Jahre nach dem Mauerbau in Berlin kommt Bewegung in die nationale und internationale Politik. Egon Bahr prägt 1963 die Formel »Wandel durch Annäherung«, die den unumstößlichen Beginn der Entspannungspolitik markiert. Die Berichte der DDR-Staatssicherheit an die SED-Führung spiegeln in aller Deutlichkeit die Ambivalenz dieses markanten Jahres zwischen Aufbruch und Beharrung wider. 

Die DDR im Blick der Stasi 1989. Die geheimen Berichte an die SED-Führung
bearbeitet von Mark Schiefer und Martin Stief
In den Städten gehen tausende Menschen auf die Straße, neue politische Bewegungen und Parteien entstehen, das Politbüro tritt zurück, die Mauer fällt - ein grundlegender Wandel zeichnet sich ab. Diese Ausnahmezeit steht im Zentrum der geheimen Berichterstattung der Staatssicherheit an die Parteiführung im Jahr 1989.
Video zu »Die DDR im Blick der Stasi 1989«

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel